Wassermanagement

  • Referenzliste Wassermanagement

 

Beispielprojekte:

Grundwassersanierung und -monitoring eines Chemiebetriebs in Langelsheim

Ausführungszeit: April 2003 bis 2016

Leistungen: Sanierung Chromatschaden im Grundwasser, Überwachung der GW-Schwermetallkonzentrationen.

Administrative Anforderungen: Das Projekt fällt in den Anwendungsbereich des Wasserrechts und untergesetzlicher Regelungen (einschl. WRRL), Bodenschutzrechtes und untergesetzlichen Regelungen.

Behördenkontakte: Bodenschutzbehörde, Unt.  Wasserbehörde.

Subunternehmer: Analytik: UCL Umwelt Control Labor GmbH, Edemissen

Die Projektsteuerung durch die b.i.g. GmbH umfasste folgende Einzelleistungen:

  • Geologische und hydrogeologische Erkundung des Standortes,
  • Nutzungshistorie des Standortes,
  • Schadensfallanalysen,
  • Überprüfen der Relevanz aktuell benutzter Rohstoffe und Produkte auf die Wasserqualität
  • Aufbau eines Messstellennetzes,
  • Grundwasserüberwachung auf die bergbau-, nutzungshistorisch und betrieblich relevanten Stoffe,
  • Ermittlung der Grundwasserbelastung mit Schwermetallen,
  • Klassifizierung der beobachteten Konzentrationen nach Hintergrundbelastung, Fremdeinträgen und Eigenemissionen,
  • Identifikation der Emissionsquellen,
  • Frachtenberechnungen,
  • Sicherungskonzept mit einer Grundwasserhaltung zur Entnahme mit Chrom belastetem Grundwasser, das als Brauch- und Prozesswasser genutzt wird,
  • Konzeptentwicklung mit organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für das Grund- und Oberflächenwasser in Verbindung mit betrieblicher Brauch- und Prozesswasserwasserversorgung,
  • Änderungsanträge der bestehenden Wasserrechtlichen Genehmigungen einschließlich vollständiger Dokumentation und Behördenmanagement,
  • Fortsetzung des Monitorings und Einbindung der Überwachung in das Regionale Grundwasserüberwachungsprogramm des LK Goslar,
  • Datendokumentation, Auswertung und Berichtserstattung.

 

Sanierung Unterbecken Sösetalsperre

Ausführungszeit: 2015 / Auftraggeber: Harzwasserwerke GmbH (HWW)

Leistungen: Auswerten vorhandener Unterlagen, Untersuchungsplanung, Erkundung, Bewerten der Ergebnisse, geotechnische Begleitung der Dammfußdrainage.

Das Dammbauwerk des Unterbeckens ist sanierungsbedürftig. Zudem setzten sich in der Betriebszeit Schlämme im Unterbecken ab, die auch Spülschlämme der Wasseraufbereitung enthalten. Die HWW benötigten Grundlagen für strategische Planungen unterschiedlicher Handlungsoptionen von der Sanierung bis zur Aufgabe der Stauanlage.

Sösetalsperre bild 1Abb. 1: Sösetalsperre: Unterbecken mit Sedimentablagerungen

Nach dem Auswerten der, vom AG zur Verfügung gestellten, Unterlagen zur Konstruktion und eigenen Untersuchungen zur Dammdichtigkeit sowie zum Sediment, wurde eine Untersuchungsplan erstellt und nach Abstimmung umgesetzt. Der Damm wurde in vier Profilen, ergänzend zu den bereits bestehenden Kontrollpegeln, mittels Rammkernbohrungen hinsichtlich des Aufbaus, Lage und Zustand der Kerndichtung und potenzieller Stauhorizonte im Dammauflager erkundet. In die Bohrungen wurden Pegel gestellt, mit denen die Sickerwasserlinie auf der Luftseite beobachtet werden kann.

Das Sediment im Becken wurde in einem Raster mittels Schlammsonden horizontiert beprobt und die Schlammmächtigkeit gemessen. Eine Probenauswahl wurde auf die Parameter Wassergehalt,

Sösetalsperre DammfußdrainageKornzusammensetzung, Anteile organischer Substanz, Schwermetalle und PAK untersucht.

Zusätzlich wurden die Proben auf Entwässerbarkeit unter Schwerkraft und bei Unterdruck untersucht, sowie die Mobilisierung der im Schlamm enthaltenen Stoffe analysiert. Mit den Messdaten zur Schlammmächtigkeit und zur ursprünglichen Beckensohle wurden die Massen mittels DGM berechnet.

Abb. 2: Sösetalsperre: Dammfußdrainage

Die Ergebnisse wurden in Bezug auf vereinbarte Handlungsoptionen bewertet, wobei auch eventuelle Nutzungsänderung mit ggfs. geänderten rechtlichen Zuordnungen zu beachten waren. Darauf aufbauend wurden Handlungsempfehlungen gegeben. Nicht verwendete Proben wurden tiefgekühlt eingelagert, um diese für spezielle Untersuchungen zu Verfügung zu halten, welche ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt nach Entscheidung über die Vorgehensweise erforderlich würden. Auf Grundlage der Erkundungsergebnisse und Pegelbeobachtungen bei Anstauversuchen, wurde an der Luftseite des Damms eine Drainage angeordnet, um einen dort nachgewiesen Stauhorizont zu bearbeiten.

 

Advertisements