Geotechnik

  • Referenzliste Geotechnik

 

Beispielprojekte:

Stausee Odertalsperre Harz

Zeitraum: seit 2004 / Auftraggeber: HarzWasserwerke GmbH (über IB Weisswange)

Leistungen: Geotechnische Erkundungen, Standsicherheitsberechnungen, geotechnische Beratungen für die Sanierung der Überlaufschussrinne des Stau-Bauwerks.

Die Überlaufrinne des Staudammes aus 1930 zeigt nach zweimaliger Sanierung wieder Schäden auf, die die Funktion beeinträchtigen. Nach Einschätzung des, mit der Sanierung befassten, IB sollen vor der anstehenden Sanierung geotechnische und geohydraulische Grundlagen überprüft werden, um künftige, wiederholte und gleichartige Schadensbilder zu vermeiden. Die Rinne ist in einen natürlichen Talhang auf der Grenzlinie des Erddammes in das Gelände (Fels und Lockermaterial) eingeschnitten. Die Böschungen stehen bis zu 15 m über der Rinnensohle.

Nach vorläufiger Einschätzung der Schadenbilder wurde vermutet, dass Erd-/Felsdruck auf die Wand wirken, und zusätzlich ist ein Wasserdruck mindestens zeitweise ansteht und die Konstruktion hierauf nicht ausgelegt wurde.

Odertalsperre

Es wurden Altakten zur geotechnischen Erkundung aus 1930, Berichte und Bildmaterial aus der Bauphase sowie zu den Schadenbildern und deren Sanierungen ausgewertet. Die geotechnische und geohydraulische Situation wurde über Kartierungen, Bohrungen, Färbeversuche und Abflussmessungen im Zusammenhang mit dem Stauwasserspeigel erkundet. Mit den Daten wurden Modellberechnungen zur Böschungsstabilität und zum Erddruck auf die Rinnenwand durchgeführt. Zusätzlich wurde die Einwirkung des Grundwassers auf das Bauwerk untersucht. Da mit dem geplanten Teilrückbau der Rinne die Böschung destabilisiert wird, wurden in direkter Abstimmung mit dem planenden IB mehrphasige Sicherungen, welche zu einer abschließenden dauerhaften Sicherung führen, sowie Konzepte zur schadlosen Ableitung des Wasserdrucks entwickelt.

Abb. 1: Durch Wasser- und Erdruck beschädigte Schussrinnne

 

Heidkopftunnel BAB 38

Ausführungszeit: 2013 – 2014 / Auftraggeber: HIfU Harzer Ingenieure f. Umwelttechnik

Leistungen: Geotechnische Erkundung und Gefahrenbewertung der Situation, Empfehlungen zur Sofortsicherung und dauerhaften Maßnahmen.

Gefahrenlage: Gefahr des Abgangs großer Fels und Erdmassen (> 50 m³) in öffentlichen Verkehrsraum.

Heidkopftunnel 1Am westlichen Tunnelportal steht eine Wechselfolge des Sollig-Buntsandstein aus massiven kompakten Sandsteinbänken und Tonsteinen an. Durch Verwitterung kippen die massiven Sandsteinbänke aus dem Verband und drohten abzugleiten. Es sind bereits kleinere derartige Steinschläge eingetreten.

Abb. 1: Tunnelportal Nord-Westflanke mit abbruchgefährdeten Schichtfolgen

 

Heidkopftunnel Tonstein

Die b.i.g. GmbH war zuständig für die Auswertung von geotechnischen Unterlagen aus der Bauplanung sowie Dokumenten aus der Bauphase, die örtliche Erkundung der Situation (geodätische Vermessung und geologisch-geotechnische Detailaufnahmen), die Auswertung und Bewertung der Ergebnisse sowie die Gefährdungsbeurteilung und Vorschläge für Sicherungsmaßnahmen.

Abb. 2: Auflösung der Tonstein-Zwischenlagen im Sandstein

 

Felssicherung Kreuztalklippe, Wieda

Zeitraum: 2012 –  2013 / Auftraggeber: Nieders. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Leistungen: Eingehende Objektbesichtigung und Dokumentation, geologische Kluft und Bruchflächenaufnahme, Vermessung, Sicherungskonzept, Ausschreibungsunterlagen für Sicherungsarbeiten.

Felssicherung Schmema ransparent

Abb.: L 601 – Istzustand der Kreuztalklippe

 

Felsabbruch B498

Zeitraum: 2011 – 2012 / Auftraggeber: Nds. Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Gb. Goslar

Leistungen:  Örtliche Erkundung und Bewertung der Situation, geodätische Vermessung, Vorstellung der Sicherungs­maßnahmen, fachtechnische Beschreibung der Sicherungsmaßnahme

zur Ausschreibung der Baumaßnahme, Felssicherung B498 Bild 1Ausführungsplanung, Erstellen eines Bemessungskonzeptes, geotechnische Begleitung zur Felsverhängung, Bauüberwachung, SiGeKo, Abrechnung, naturschutzrechtliches Antragsverfahren.

Abb. 1: Felskante vor Sprengung und Sicherung mit Fangnetz

Gefahrenlage: Gefahr des Abgangs großer Felsmassen (> 50 m³) in öffentlichen Verkehrsraum.

Felssicherung B498 Bild 2Felssicherung B498 Bild 3Abb. 3: Felssicherungsarbeiten

 

 

 

 

 

Abb. 2: Sprengung

 

Baugrunderkundung B 242, Bad Grund

Zeitraum: 2010 – 2011 / Auftraggeber: HIFU GbR

Leistungen: Baugrunderkundung, Ermittlung der Lagerungsdichten des Untergrundes, Ermittlung der Teer- und Asbestgehalte der Straßendecke, Ermittlung der Schwermetallbelastung des Untergrundes, Beurteilung der Verwertungsfähigkeit des Ausbauasphaltes, Beurteilung der Aushubmassen hinsichtlich der Verwertungsfähigkeit bzw. Entsorgung, Böschungsstabilität, Baugrubenverbau.Baugrunderkundung B242 Bad GrundAbb.: Standsicherheitsberechnung einer verbauten Baugrube in der Böschung des Straßenkörpers

 

Pochsandhalde Zellerfelder Tal

Zeitraum: 2003 – 2011 / Auftraggeber: Samtgemeinde Oberharz, Bergstadt Clausthal-Zellerfeld

Leistungen: Standsicherheitsuntersuchungen, Sanierungsuntersuchung, GW-Monitoring, Grundwassermodellierung zur Differenzierung und Quantifizierung der Schadstoffbeiträge unterschiedlicher Quellen, Sanierungsplanung, Ausführungsplanung, wasserbauliche Maßnahmen, Renaturierung, Sanierungsüberwachung, Bau und Betrieb eines Bodenzwischenlagers für Deckboden.

Pochsandhalde Zellerfeld vor Sanierung

Abb. 1: Pochsandhalde vor Sanierung mit eingebrachter Verrohrung und Arbeitsebene am Fuß

Sanierungs-Verfahren: Unterbrechung der Transferpfade durch Massenumlagerung mit Oberflächenabdichtung und bewehrter Oberflächenabdeckung.

Pochsandhalde Zellerfeld nach Sanierung

Schadstoffspektrum: Schwermetalle, Pb, Cd, Cu, Zn, Mineralische Abfälle aus mechanischer Aufbereitung von Buntmetallerzen.

Gefahrenlage: Austrag von Schwermetallen ins Oberflächengewässer, latente Gefahr eines Böschungsbruches infolge von Ufererosionen und extremen Hangneigungen.

Abb. 2: Pochsandhalde nach Sanierung

Projektmanagementleistungen in Planungs- und Ausführungsphase:

  • Präsentation und Erläuterung des Projektstandes nach einzelnen Leistungsabschnitten (Gefahrenbeurteilung, Sanierungsplan und Genehmigung, Kostenplanung, Ausschreibung und Vergabe, Bauüberwachung und Abschluss) vor Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit,
  • Behördenmanagement,
  • Koordination von Sonderleistungen Dritter (Fremdprüfung der Standsicherheitsberechnungen und Nachweise, Materialprüfungen, Bodenverwertbarkeitsnachweise gem. Bodenplanungsgebietsverordnung im LK Goslar, E&A-Bewertung, Grünordnungsplan für einen  Magerrasenstandort im Ausgleich für den Wegfall von schwermetalltolerabler Trockenvegetation),
  • Ausschreibung und Vergabe,
  • Qualitätssicherung sowie Koordination der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes,
  • Ausführungskontrolle und Dokumentation,
  • Bauzeiten- und Kostenmanagement sowie Rechnungsprüfung,
  • GW-Monitoring

 

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