Altlastenbearbeitung

  • Referenzliste Altlastenbearbeitung

 

Beispielprojekte:

Sanierung Altlast „ehemaliger Reitplatz“

Zeitraum: Sanierung 2009 – 2015, Erfolgskontrolle seit 1010 / Auftraggeber: Samtgemeinde Oberharz, Bergstadt Clausthal-Zellerfeld

Leistungen: Sanierungsuntersuchung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Sanierungsüberwachung, Monitoring.

Sanierungs-Verfahren: Bodenaustausch, konventioneller Aushub mit GW-Haltung und -reinigung.

Schadstoffspektrum: aliphatische Kohlenwasserstoffe (z.B. MKW), – polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), sprengstofftypische Verbindungen, STV ( MNT, DNT, TNT, Nitroamine).

Gefahrenlage: Grundwasserbelastung mit STV mit Austrag in den örtlichen Vorfluter (Zellbach).

Die b.i.g. GmbH wertete Erkundungsergebnissen und Gutachten zu Gefahrenlage aus. Die Planung wurd in Abstimmung der Detail- und Sanierungsuntersuchung mit den zuständigen Fachbehörden des LK Goslar durchgeführt. Dies schloss das Mitwirken bei der Beantragung von Fördermitteln, die Ausschreibung und die Begleitung sowie die Durchführung eigener Erkundungen mit ein.

Reitplatz Ausräumen von RußaschenEs erfolgte ein Entwurf und die Abstimmung des Sanierungsplanes mit der Fachbehörde und den  Träger öffentlicher Belange, sowie eine Vorabstimmung der Entsorgung STV-haltigen Bodenaushubs, Austauschboden- und Verwertungsmanagement nach den Regelungen des Bodenplanungsgebietes im LK Goslar. Die b.i.g. GmbH war zuständig für das Entsorgungsmanagement, das Ausführungsmanagement mit Bauzeiten und

Abb. 1: Ausräumen von Rußaschen mit STV-, PAK-, und MKW-Verunreinigungen

Reitplatz verfüllte FlächeKostenüberwachung, Arbeits- und Sicherheits- und Gesundheitskoordination einschließlich vorausgehender Koordination der Kampfmitteluntersuchung und das Behördenmanagement über die gesamte Projektlaufzeit.  Anschließend wurden Erfolgskontrollen durch GW- Monitoring sowie ergänzende Untersuchungen und Berechnungen zur Neubewertung der Altlast nach Sanierung für eine MNA durchgeführt.

Abb. 2: sanierte Oberfläche nach Rückverfüllung

 

Ehem. Jung´sche Teermühle im Innerstetal

Zeitraum: Erkundung und Sanierung 2008 – 2014, Erfolgskontrolle seit 2013 / Auftraggeber: Niedersächsische Landesforsten

Leistungen: Sanierungsuntersuchung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Sanierung nach BBodSchG, wasserbauliche Maßnahmen, Sanierungsüberwachung, GW-Monitoring.

Sanierungsverfahren: Bodenaustausch mit Vor-Ort-Trennung der unbelasteten Grobkornfraktion, Entsorgung der belasteten Fraktionen, Grundwasserhaltung mit Phasentrennung (Leicht- und Schwerphasen).

Schadstoffspektrum: aliphatische Kohlenwasserstoffe (MKW), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX), Bitumen, Teere, Teeröle.

Gefahrenlage: Boden und Wasserbelastung mit Mischrohstoffen und Produkten, Austritte von freien Schadstoffphasen in den unmittelbaren benachbarten Vorfluter „Innerste“.

Die b.i.g. GmbH führte im Rahmen dieses Projektes die historische Recherche, orientierende Erkundung und Detail- und Sanierungsuntersuchungen durch. Es wurde darauf aufbauend ein Sanierungsplanes nach BBodSchG aufgestellt sowie die Planung der Umverlegung und Neugestaltung des Gewässerverlaufes der Innerste durchgeführt. Abschließend erfolgte die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe.

Teermühle Mischbetrieb 1960

Abb. 1: Mischbetrieb für Asphalt ca. 1960

Teermühle Sanierung DekontaminationWeitere Leistungen: Sanierungsüberwachung, gutachterliche Begleitung, Ausschreibung und Vergabe, Qualitätssicherung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Ausführungskontrolle und Dokumentation, Bauzeiten- und Kostenmanagement, Rechnungsprüfung, Sicherheits- und Gesundheitskoordination, GW-Monitoring.

 

Abb. 2: Sanierung durch Dekontamination TF Nord, im Hintergrund Wasseraufbereitung TF Süd

 

Erweiterung am Pulverhaus

Ausführungszeit: 2004 – 2014 in mehreren Abschnitten / Auftraggeber: Sympatec GmbH, Clausthal-Zellerfeld

Betriebsflächenerweiterung der Fa. Sympatec GmbH auf das angrenzende Areal mit bergbaulichen Altlasten (Konversion von Bergehalden)

Planungsfläche: ca. 14 ha, davon Haldenareal: ca. 10 ha

Leistungen: Projektmanagement, Genehmigungsplanung, Sanierungs- und Ausführungsplanung, Sanierung nach BBodSchG, wasserbauliche Maßnahmen, Sanierungs- und Bauüberwachung.

Sanierungsverfahren: Umlagerungen und mineralische Abdeckung, Renaturierung und Überbauung.

Schadstoffspektrum: Schwermetalle – Pb, Cd, Cu, Zn.

Das Projekt fällt in den Anwendungsbereich Am Pulverhaus 1des Wasserrechts  und unter gesetzliche Regelungen, wie WRRL, Naturschutzrecht, Abfallrecht, TA-Abfall, LAGA, Deponieverordnung und das Bodenschutzrecht bezüglich der Boden- und Baugrunderkundungen.

Abb. 1: Abtrag und Umlagerung von belastetem Haldenmaterial aus Bauflächen

Behördenkontakte:  Bodenschutzbehörde, Wasserbehörde, Abfallbehörde, Naturschutzbehörde, Landesamt für Denkmalpflege, Montanarchäologie.

Naturschutzrecht: Koordination der Fachplanungen zum Eingriffs- Ausgleichsplanung, FFH-Vorstudie, Biotopkartierung, Grünordnungsplanung, Entlassungsverfahren aus dem LSG Harz, Befreiungsregelungen für vorgezogene Teilmaßnahmen.

Denkmalschutzrecht: Erhebungen zu alten unterirdischen Schacht- und Grubenanlagen sowie Anlagen des Oberharzer Wasserregals (seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe).

Bauordnungsrecht: Abstimmungen und Koordination der Planungen zur Aufstellung eines B-Planes.

Bodenschutzrecht: Erkundungen, Sanierungsplan, Einbindung der Anforderungen nach BBodSchG in die B-Planung , Abstimmen der Maßnahmen zum Bodenmanagement im Rahmen des Haldensanierungskonzeptes und des Bodenplanungsgebietes des LK Goslar.

Wasserrecht: Antragsstellung für Regenwasserversickerung, Planungs-, und Ing.-Leistungen nach HOAI Phasen 1 bis 9.

Am Pulverhaus 2

Planungsleistungen: Ing.-Leistungen zur Sanierung, Erschließung, Freiflächen Entwässerung und Versickerung, Phasen 1 bis 9 nach gutachterlichen Leistungen im Rahmen des Bodenmanagements und Baugrundbewertung, Massenbilanzierungen zum Boden sowie Auswahl und Sicherung geeigneter Bodenmassen für die Abdeckung.

Abb. 2: Sanierte Bauflächen im Vordergrund. Gesicherte und begrünte Halden für umgelagertes belastetes Bodenmaterial im Hintergrund

 

Altlastenerkundung ehem. Sprengstoffwerk „Werk Tanne“

Zeitraum: 2006 – 2007 / Auftraggeber: Samtgemeinde Oberharz

Orientierende Erkundung gem. BBodSchG / BBodSchV.

Leistungen:

  • Auswerten von Unterlagen zur historischen Recherche,
  • Aufstellen eines Untersuchungsplans,
  • Abstimmung mit UBB Koordination der vorbereitenden Vermessungen und Kampfmitteldetektion,
  • Durchführen eines Bohrerkundungsprogrammes mit ergänzenden Schürfen,
  • Probenahme und Analytik,
  • Auswerten und Darstellen der Ergebnisse hinsichtlich der geplanten gewerblichen Nachnutzung mit Hinweisen/Beschränkungen für die Bauleitplanung,
  • Grobkostenvorabschätzung für Detailerkundungen und Sanierungen.

Eine Teilfläche von ca. 10 ha des Geländes des im 2. Weltkrieg betriebenen Sprengstoffwerkes „Tanne“ in Ortsrandlage von Clausthal-Zellerfeld sollte bauplanungsrechtlich für die Ausweisung von gewerblichen Nutzflächen überplant werden. Die betroffene Teilfläche wurde ehemals überwiegend für Versorgungszwecke sowie Logistik und Administration des Werkes genutzt.

Anlage_7-1a_LP_Sanierungsflächen-001Ziel der Erkundung war für die Bauleitplanung und das Bodenschutzrecht ausreichend belastbare Daten über den Belastungszustand zu erhalten und darauf aufbauend für die Bauleitplanung Regelungen zur Sanierung und Sicherung sowie Nutzugsbeschränkungen abzuleiten. Zusätzlich waren die Kosten für Maßnahmen zur Altlastenbeseitigung und Sicherung grob abzuschätzen.

Abb.: Sanierung Ehm. Sprengstoffwerk Tanne Clausthal-Zellerfeld – Teilplan

Aufbauend auf vorhandene Unterlagen aus historischen Recherchen wurde eine Untersuchungsplanung erstellt, die zum einen eine flächenhafte Rastererkundung mit Kleinbohrungen bis 2 m und punktuelle Detailerkundungen zum Inhalt hatte und mit der zuständigen UBB abgestimmt wurde.

Auf dieser Grundlage erfolgte eine Vermessung und Vermarkung des Geländes und der geplanten Untersuchungspunkte. Anschließend wurde an den Bohransatzpunkten eine Kampfmitteldetektion durchgeführt und die Bohrpunkte freigegeben. Nach der Rastererkundung erfolgte in auf Grundlage der Ergebnisse der Rastererkundung und historischen Nutzung ausgewählten Standorten eine Detailerkundung mittels verdichtetem Raster oder Schürfen. Die Schürfarbeiten wurden permanent durch den Kampfmittelräumdienst begleitet.

Insgesamt wurden über ca. 240 Kleinbohrungen und 30 Schürfe ausgeführt. Die Probenahme der Bohrproben erfolgte horizontiert nach Bodenschichten. Soweit die organoleptische Ansprache unauffällig war, wurden für die Bodenhorizonte in Teilflächen bis zu 2000 m² Mischproben gebildet. Auffällige Proben wurden als Einzelproben bearbeitet.

Die Ergebnisse wurden zusammengestellt und bewertet. Auf Grundlage der Bewertung erfolgen im Zusammenwirken mit dem Bauplanungsamt Festsetzungen für die Bauleitplanung sowie eine grobe Kostenabschätzung für die nutzbare Herrichtung und Sicherung der Bauflächen.

 

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